Das Clickertraining hat sich als sanfte Ausbildungsmethode vor allem bei der Hundeerziehung durchgesetzt. Doch auch andere Tiere, zum Beispiel Pferde, können mit Hilfe eines Clickers erfolgreich ausgebildet werden. Die Vorteile des Clickertrainings sprechen für sich. Mit Hilfe des Clickers werden präzise und charakteristische Signale gesetzt, die zu einer besseren Verständigung zwischen Mensch und Tier führen. Denn ungenaue Körpersprache, ständig wechselnde Stimmlagen und für das Tier unverständliche Wörter führen nicht selten zu Kommunikationsproblemen, die beim richtigen Clickertraining nicht entstehen.

Außerdem sind die Tiere hoch motiviert beim Üben dabei, denn sie werden nicht bestraft, wenn sie etwas falsch machen und stehen deshalb nicht unter Druck. Stattdessen werden sie belohnt, wenn sie ein gewünschtes Verhalten zeigen oder wenn sie eine Übung korrekt ausgeführt haben. Auf das Klickgeräusch muss allerdings umgehend die entsprechende Belohnung erfolgen. Dann stellen sich im Laufe der Zeit auch Lernerfolge ein.

Die Konditionierung auf den Clicker hat im Rahmen der Pferde-Clickerausbildung besondere Bedeutung. Zunächst ist das Klickgeräusch für die Tiere ein neutraler Reiz. Erst in Verbindung mit der Belohnung wird der Klickton zum so genannten sekundären Verstärker, das heißt, das Pferd verbindet das Klicken mit etwas Positivem – der Gabe von Futter. Erfolgreiches Clickern fängt also immer mit der richtigen Konditionierung an. Wie man ein Pferd auf den Clicker konditioniert und wie das Clickertraining korrekt durchgeführt wird, können Interessenten anhand von Fachbüchern oder auf speziellen Clicker-Seminaren lernen.