Um Tieren wie Pferden oder Hunden etwas beizubringen, hat es sich bewährt, die Tiere zu belohnen, wenn sie ein erwünschtes Verhalten zeigen. Dies kann beispielsweise durch verbales Lob, Streicheln oder die Gabe von Leckerli geschehen. Wird der Hund stattdessen bestraft, wenn er etwas falsch macht, stellt sich der Lernerfolg oft nicht ein. Der Hund kann darüber hinaus ängstlich werden und das Vertrauen zu „Herrchen“ und „Frauchen“ verlieren.

Eine sehr wirkungsvolle Methode der Hundeerziehung stellt das Clickertraining dar. Hier geht es darum, erwünschtes Verhalten zu belohnen. Der Hund lernt mit Freude und in kleinen Schritten, so dass er nicht überfordert wird. Als Hilfsmittel wird bei dieser Art des Hundetrainings ein Clicker verwendet, ein Instrument, das der Hundehalter betätigt und das ein typisches Knackgeräusch erzeugt. Zeigt nun das Tier ansatzweise ein bestimmtes erwünschtes Verhalten, wird geklickt und der Hund erhält seine Belohnung. Später dann erfolgen Klick + Belohnung erst dann, wenn eine Übung korrekt ausgeführt wurde. Schon bald stellen sich die gewünschten Lernergebnisse ein – ohne drastische Strafen oder Zwangsmittel.

Das Klicken an sich ist zunächst von keinerlei Bedeutung für den Hund. Erst in Verbindung mit der Belohnung lernt er, dass auf den Klick etwas Positives folgt. Natürlich darf nicht wahllos geklickt werden, sondern nur, wenn der Hund das richtige Verhalten zeigt. Unerfahrene Hundehalter können bei Trainern oder in Hundeschulen das Clickertraining lernen. Richtig ausgeführt, macht Clickertraining sowohl Hund als auch Hundehalter viel Spaß und führt oft zu erstaunlich guten Resultaten.