Essbare Pilze, die Speisepilze, sind in unseren heimischen Wäldern weit verbreitet. Es gibt die unterschiedlichsten Arten. Zu den bekanntesten und besonders wohlschmeckenden Pilzen gehören beispielsweise der Steinpilz, der Maronenröhrling, Pfifferling und Champignon. Auch die Krause Glucke oder Fette Henne, wie dieser Pilz noch bezeichnet wird, ist ein hervorragender Speisepilz. Zu den besonderen Vorzügen der Waldpilze zählen neben dem oft ausgezeichneten Geschmack ihr Reichtum an Mineral- und Ballaststoffen.
Jedoch sind Pilze in besonderem Maße in der Lage, auch Schwermetalle oder andere Giftstoffe in ihren Fruchtkörpern anzureichern. Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl verzichteten Menschen vieler Regionen jahrelang darauf, selbst Pilze zu sammeln, um sich vor zusätzlicher Strahlenbelastung zu schützen. Selbst heute noch – über zwanzig Jahre nach dem Tschernobyl-Desaster – ist in bestimmten Gebieten eine radioaktive Belastung von Speisepilzen nachweisbar. Daher wird in diesen Regionen vor einem allzu häufigen Verzehr von belasteten Pilzen, Waldbeeren oder Wildgerichten abgeraten. Das gilt vor allem für Risikogruppen wie Kinder und Schwangere.
In unbelasteten Gebieten spricht nichts dagegen, Speisepilze zu sammeln und zu verzehren. Allerdings ist der Genuss von selbst gesammelten Pilzen immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Denn aus Unkenntnis können anstatt essbarer Pilze auch ungenießbare oder sogar giftige Pilze in den Korb gelangen. Anhand von Pilzbestimmungsbüchern oder Pilzseiten im Internet wird Pilzlaien die Bestimmung erleichtert. Hilfe bieten auch Pilzexperten an. Wer Zweifel in Bezug auf die Qualität selbst gesammelter Pilze hat, kann diese von den Experten untersuchen und bestimmen lassen.
Eingetragen am: Samstag, 16. Januar 2010 | Kategorie: Hobby.