Die Tragfähigkeit und die Neigung eines Dachs sind ausschlaggebend für die Art der Begrünung. Der typische Schichtaufbau eines Gründachs geht mit erhöhtem Gewicht einher. Bevor die Dachbegrünung ausgeführt wird, muss deshalb geklärt werden, ob die Dachkonstruktion die zusätzliche Last auch tragen kann. Dächer mit eher geringer Neigung können in der Regel intensiv begrünt werden, das heißt, es werden beispielsweise auch Stauden und Gehölze gepflanzt, die höhere Ansprüche an Pflege und Bewässerung stellen. Bei der extensiven Dachbegrünung kommen im Gegensatz dazu anspruchslose Moose und Gräser zum Einsatz, die sich zum großen Teil selbst erhalten können und daher nur einen geringen Pflegeaufwand erfordern.
Für eine Extensivbegrünung eignen sich beispielsweise Pflanzen wie Steinbrech, Zwergschwertlilien, Mauerpfeffer und andere Sedumarten, zum Beispiel Fetthenne oder Himalaya-Sedum. Beliebt ist unter anderem das Schneepolster, Sedum album, das Trockenheit relativ gut verträgt. Schneepolster blühen weiß und können sich selbst versamen. Eine andere Pflanze, die sich für die Extensivbegrünung anbietet, ist Dach- bzw. Hauswurz. Dachwurz ist ebenfalls ausgesprochen pflegearm, benötigt aber einige Jahre, um dichte Polster auszubilden. Schöne Blüten präsentieren im späten Frühjahr bzw. Frühsommer die Pechnelken. Im Handel werden Pechnelken mit unterschiedlichen Blütenfarben angeboten, die das Dach wirkungsvoll beleben. Darüber hinaus sind auch Brunellen, Sonnenröschen oder Graslilien sowie noch viele weitere Pflanzen für ein Gründach geeignet.
Einen erhöhten Pflegebedarf haben Pflanzen wie Mittagsblume, Habichtskraut, Lavendel sowie Katzenminze oder Karthäusernelke. Sie können auf intensiv begrünten Dächern zum Einsatz kommen.
Eingetragen am: Samstag, 16. Januar 2010 | Kategorie: Pflanzen.