Das Bewusstsein für gesunde Ernährung und der Anspruch auf Qualität von Lebensmitteln haben durch die Lebensmittelskandale der vergangenen deutlich zugenommen. Inzwischen finden sich selbst in den preiswerten Discounter-Märkten Bioprodukte, die bezahlbar und hochwertig zugleich sind.

Biologischer Anbau und fairer Handel, so wird es den Verbrauchern suggeriert, sind durch neue Technologien leichter umsetzbar geworden. Trotz hoher rechtlicher Vorgaben für die Behandlung von Obst, Gemüse oder die Tierhaltung kosten Bioprodukte heute nicht mehr viel mehr als andere, herkömmlich hergestellte Waren im Supermarkt.

Einzig im Reformhaus oder Bioladen sind Bioprodukte auch weiterhin deutlich kostenintensiver. Dies sollte für die Konsumenten schon Zeichen genug sein, dass bei den großen Anbietern möglicherweise etwas nicht mit rechten Dingen zugeht beim Verkauf der Biowaren. Denn die Kosten für die Produktion der Bioprodukte ohne den Einsatz von Chemie sind auch heute noch erheblich höher als bei der Verwendung von chemischen Dünger und etwaigen Wachstumsstimulanzien.

Beim Verkauf von Bioprodukten im Supermarkt ist es wohl eher der Druck der Handelsketten, der Landwirte und Biobauern dazu zwingt, knapp an der Schmerzgrenze Preise für Bioprodukte anzusetzen. Wer also für Bioprodukte bereit ist mehr auszugeben, kann ein ruhiges Gewissen haben, dass die Bioprodukte besser sind. Vor allem ist man als Verbraucher mit Blick für die neuen Gütesiegel auf der sicheren Seite, dass die Hersteller der Waren auch selbst von ihren Einnahmen leben können. Zuletzt wurden durch neue Kennzeichnung Bioprodukte mit diesen Möglichkeiten leichter erkennbar.