Aus rein medizinischer Sicht ist die Raucherentwöhnung eine der schwersten Entzugstherapien, die man sich nur denken kann. Denn die Abhängigkeit von Nikotin und Kondensat, den beiden Hauptbestandteilen in Zigaretten, wird gerne mit harten Drogen wie Heroin verglichen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Zigaretten lange Zeit ein fester gesellschaftlicher Bestandteil waren, der nun binnen weniger Jahre plötzlich aus Kneipen, Restaurants und öffentlichen Gebäuden verbannt wurden.
Immer wieder wird die Kräuterzigarette als möglicher Entwöhnungsansatz bezeichnet. Hierbei greift vor allem der Gedanke, dass die Zigarette als „dumme“ Angewohnheit beim Raucher ein fest verankertes Ritual sei, das gar nicht zwingend nur rein körperlicher süchtig macht. Weitaus schlimmer ist für die Raucher bei der Zigarette die Gewöhnung an den Glimmstängel zwischen den Fingern, das für Manche einfach zur guten Tasse Kaffee dazu gehört. Mit Nikotinpflastern kann man die schlimme erste Zeit der Raucherentwöhnung überbrücken und auch Akupunktur soll dabei helfen können, mit dem Rauchen aufzuhören.
Wer sich trotz aller Warnungen vom Hausarzt nicht von seinen Zigaretten verabschieden will, entscheidet sich immer öfter für Tabak und Blättchen – also fürs Selbstdrehen. Denn auch wenn es hier und da vergleichsweise billige Zigaretten wie im Duty Free Shop am Flughafen gibt. Im Tabakladen sind Zigaretten in den letzten Jahren zunehmend teurer geworden, so dass viele passionierte inzwischen eher aus finanziellen den aus gesundheitlichen Gründen auf den Genuss ihrer geliebten Zigaretten verzichten. Doch aktuell lassen Statistiken der Tabakkonzerne erkennen, dass Zigaretten zuletzt wieder größeren Absatz erlebt haben, obwohl den Menschen angeblich an allen Ecken das Geld ausgeht.
Eingetragen am: Donnerstag, 10. September 2009 | Kategorie: Medizin.