Hanf könnte eine sehr interessante Agrarpflanze für die Schweiz sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist die Politik der Schweiz in Bezug auf den Drogenaspekt des Hanfes sehr viel liberaler als z.B. die Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Zwar macht auch die Kantonalregierungen ab und zu den ein oder anderen Rückschritt, um dann den Drogenkonsumenten und den Anbauern von Hanf wieder den ein oder anderen Stein in den Weg zu legen.

Sollte die Produktion und der Konsum von Cannabis in der Schweiz gänzlich legalisiert werden, so würden sich sicher insbesondere die Bergbauern freuen. Warum ist dem so? Die Schweiz ist bekannter Maßen zu großen Teilen mit Bergen bedeckt. Die Landwirtschaft an den Hängen von Bergen ist von je her eine schwierige Angelegenheit. Das Bestellen eines Feldes am Abhang erfordert mehr Aufwand bezogen auf die Fläche. Weil dies so ist, braucht man Feldfrüchte, die idealer Weise eine besonders hohe Wertschöpfung haben oder aber solche Früchte, die besser an Hängen angebaut werden können. Dies kann z.B. Wein sein, weil sich am Hang die Pflanzen weniger gegenseitig beschatten.

Hanf, der für die Produktion von Drogen angebaut wird, hat einerseits eine sehr hohe Wertschöpfung. Zudem würden die Pflanzen (genau wie beim Wein) von relativ mehr Sonne profitieren, verglichen mit dem Anbau in der Ebene. Aufgrund dieser beiden Vorteile haben sich bereits viele Bergbauern für die Freigabe des Hanfanbaus stark gemacht. Man darf gespannt sein, wie sich diese Angelegenheit im Spannungsfeld von Politik und ökonomischen Interessen weiter entwickelt.

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Eingetragen am: Mittwoch, 06. Dezember 2006 | Kategorie: Naturwaren.