Jeder Hund sollte geimpft werden, um ihn dadurch vor gefährlichen Erkrankungen zu schützen. Bei älteren Tieren und Hunden, die zu allergischen Reaktionen nach einer Impfung neigen, gehen Tierärzte beim Impfen allerdings differenziert vor.
Früher wurden jährliche Wiederholungsimpfungen gegen Hundekrankheiten wie Staupe, Hepatitis, Parvovirose und Tollwut empfohlen. Nach heutigem Kenntnisstand können diese Impfungen in größeren Zeitintervallen erfolgen. Tierärzte, die das Portemonnaie ihrer zweibeinigen Kunden nicht über Gebühr strapazieren wollen, verabreichen den vierbeinigen Patienten daher alle drei Jahre eine Impfung. Eine Ausnahme bildet die Leptospiroseimpfung. Sie sollte unabhängig vom Hundealter nach wie vor mindestens jährlich erfolgen. Anders verhält es sich mit der Impfung gegen Zwingerhusten. Altere Hunde, die einzeln gehalten werden und über einen guten allgemeinen Gesundheitszustand verfügen, müssen in der Regel nicht dagegen geimpft werden.
Einige Tiere zeigen typische allergische Reaktionen, nachdem sie geimpft wurden, sie beißen sich zum Beispiel das Fell an einigen Stellen aus. Da Impfungen meist als Kombiimpfungen erfolgen, ist es möglich, dass diese Hunde gegen einen oder mehrere Bestandteile des Impfpräparates allergisch sind. Oft ist es hilfreich, solchen Tieren die Impfmittel getrennt und in Abständen von einigen Wochen zu verabreichen. So lässt sich gut herausfinden, welche spezielle Komponente unverträglich ist. Alternativ kann eventuell ein anderes, verträglicheres Präparat gespritzt werden.
Durch die Vergrößerung der Impfintervalle lassen sich allergische Reaktionen ebenfalls auf ein erträgliches Maß reduzieren. Außerdem ist es häufig möglich, kleinere Dosen des Impfstoffes zu geben, ohne dass der Impfschutz massiv darunter leidet. Auf keinen Fall sollten Hundebesitzer ganz auf einen Impfschutz ihres sensibel reagierenden Tieres verzichten.
Eingetragen am: Freitag, 12. Dezember 2008 | Kategorie: Haustiere.