Wo natürliche Nistmöglichkeiten fehlen, können Nistkästen eine sinnvolle Alternative darstellen. Viele Vogelarten suchen die künstlichen Nisthilfen auf, allerdings stellen die Vögel unterschiedliche Ansprüche an ihre Kästen.
Nistkästen mit einem Einflugloch-Durchmesser von 2,8 Zentimetern eignen sich für verschiedene Meisenarten wie Tannen-, Sumpf- oder Blaumeise. Der Lochdurchmesser für Kohlmeise und Feldsperling kann etwas größer sein und sollte 3,2 Zentimeter betragen. Farbenprächtige Gartenrotschwänze und Kleiber bevorzugen Nistkästen mit einem Lochdurchmesser von 4,3 Zentimetern. Hausrotschwänze und Bachstelzen fühlen sich in Halbhöhlen besonders daheim. Solche Kästen haben kein Einflugloch, sondern verfügen über eine Vorderwand, die zur Hälfte offen ist. Nistkästen können natürlich gekauft werden. Es macht aber auch Spaß, Nisthilfen selbst nach entsprechenden Bauanleitungen zu zimmern.
Beim Aufhängen der Nistkästen ist einiges zu beachten. Beispielsweise ist es nicht sinnvoll, zu viele Kästen im Garten aufzuhängen, damit ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Nistkästen ist und die Vögel diese gut anfliegen können. Bäume eignen sich besonders gut zum Anbringen von Nisthilfen. Man kann aber auch Balken, Mauern oder sogar die Wände der Garage nutzen. Das Einflugloch sollte in südöstliche oder östliche Richtung weisen. Auf diese Weise wird verhindert, dass das Kasteninnere zu starker Sonneneinstrahlung sowie dem Wetter ausgesetzt ist. Damit sich Regenwasser nicht in der Nisthilfe sammeln kann, ist es ratsam, diese so aufzuhängen, dass die Seite mit dem Einflugloch ein wenig nach vorn geneigt ist.
Eingetragen am: Montag, 25. Januar 2010 | Kategorie: Gartengestaltung.