Die Tradition des Mieders geht bis weit ins 16. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit entstand dieses Kleiderstück als Alternative zum bis dahin getragenen Korsett. Die Unterschiede zwischen diesen beiden Varianten, sind jedoch fließend, so dass nicht immer mit Sicherheit beantwortet werden kann, ob es sich bei einem Oberteil nun tatsächlich um ein Mieder oder ein Korsett handelt.
Sowohl Mieder als auch Korsett oder Corsage zeichnen sich dadurch aus, dass sie den Oberkörper einer Frau eng umschließen und eine formende Wirkung haben. Hierbei wird vor allen der Busen besonders betont, welcher bereits zu den Anfangszeiten des Mieders als besonderes Zeichen der Weiblichkeit galt.
Auch heute kommt das Mieder immer noch gerne zum Einsatz und ist nicht nur mehr im Bereich der Dessous zu finden. Vor allem im Bereich der Trachtenmode wird es noch immer eingesetzt, und ist in diesem Fall fest mit dem Kleid verbunden. Hierbei ist zu beachten, dass beispielsweise beim Dirndl auch andere Kleidungsstücke unter dem Mieder getragen werden können.
Gleichzeitig entwickelte sich, nachdem im 20. Jahrhundert ein neuer Trend zum Mieder als Partykleidung aufkam, hieraus eine andere Form, diese Technik einzusetzen. Es entstanden dabei so genannte Miederhosen, die sich, wie das Mieder selbst am Oberkörper, dazu eigneten den Körper der Trägerinnen zu formen.
Noch heute gilt das Mieder als besonders sexy, oder auch edel, und wird in unterschiedlichen Variationen in der Mode genutzt. Als Bestandteil eines Kleides findet es sich auch häufig in der Abendgarderobe wieder, welche es optisch aufwertet und besonders elegant erscheinen lässt.
Einzeln getragen kommt ein Mieder hingegen inzwischen lediglich noch in Form von Partykleidung zu Einsatz. Die meist sehr jungen Trägerinnen versuchen hierdurch ihre weiblichen Reize besonders zu unterstreichen.
Eingetragen am: Montag, 08. März 2010 | Kategorie: Dessous.