Aus dem heutigen Zeitgeschehen ist sie nicht mehr wegzudenken, sie hat wahre Krisen ausgelöst und ist das Symbol für Spekulationen: die Aktie. War sie in früheren Zeiten meist nur besonders wohlhabenden Menschen vorbehalten, so hat sich in den letzten Jahrzehnten ein Trend entwickelt, der die Aktie zum Massengut machte und somit unzählige Menschen an den Gewinnen, aber auch den Verlusten der verschiedensten Firmen beteiligte. Bloß die Wenigsten kennen jedoch die Entstehungsgeschichte der Wertpapiere.
Die Aktie wie man sie heute kennt, hat mittlerweile eine rund 800 Jahre währende, turbulente Historie hinter sich. Der älteste Anteilschein, den man bereits als solchen bezeichnen könnte, entstammt dem Jahre 1288, als 1/8 der bekannten schwedischen Kupfermine Falkun, verbrieft worden war. Dies ist die älteste Aktiengesellschaft der Welt, die darüber hinaus auch heute noch besteht.
Vor Jahrhunderten bezeichnete man Aktien noch als „effektive Stücke“. Auf diesen Urkunden waren beispielsweise Stückzahl und Nominalwert angegeben. Der Begriff Wertpapier entstammt in direkter Linie dieser Quelle, worin seine Namensgebung begründet ist.
Im Jahre 1602 schlossen sich dann mehrere, größere Firmen der damaligen Zeit zum ersten Unternehmen an der europäischen Börse zusammen. Dies läutete eine neue Ära ein, da diesem Beispiel im Anschluss viele andere Firmen gefolgt sind. Aus diesem Grund entstand im Laufe kürzester Zeit eine wahrhaft florierende Börse. Dies war die Geburtsstunde der Börse wie wir sie heute in Europa und auf der ganzen Welt kennen.
Trotz ihrer langen und ereignisreichen Geschichte hat die Aktie es geschafft sich dauerhaft im Weltgeschehen der letzten Jahrhunderte zu etablieren und schreibt bis heute noch Geschichte.
Eingetragen am: Freitag, 04. September 2009 | Kategorie: Finanzen.