Nicht jede Bodenbeschichtung ist für alle Oberflächen gleich gut geeignet.  Für naturbelassene Holzböden kann man je nach Grad der Beanspruchung und der Holzqualität zwischen Ölen und/oder Wachsen bzw. Lackierung wählen.

Ein gut geölter Hartholzboden wird nur mit rückfettender Seifenlauge gewischt und behält so seine strukturierte Oberfläche, die auch optisch relativ unempfindlich ist. Wird dem Boden ab und zu nach der Reinigung ein dünner Ölfilm gegönnt, verhindert dies das Eindringen von Schmutz in die Faserung. Dem gegenüber bringt eine zusätzlich aufgebrachte Wachsschicht zwar mehr Glanz, benötigt aber etwas aufwändigere Pflege. Ein gewachster Boden sollte alle 6 bis 8 Wochen poliert, bzw. gebohnert werden, hat dann allerdings auch eine schmutzabweisende Wirkung.

Für Weichholzsorten empfiehlt sich statt Öl eine Lackschicht, die vor mechanischen Belastungen schützt, so dass auch hier die Reinigung mit einem nicht zu aggressiven Putzmittel für gepflegtes Aussehen und lange Haltbarkeit sorgt. Hier sind keine zusätzlichen Behandlungen des Bodens nötig. Für Korkbeläge gilt Ähnliches wie für Holzböden. Vorbehandelter, das heißt lackierter Kork, hat eine strapazierfähige Oberfläche, die nur feucht gewischt werden muss. Die natürliche Struktur des Materials sorgt dafür, dass Kork auch an viel begangenen Stellen immer gepflegt aussieht und kaum Gebrauchsspuren aufweist.

Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das wieder entdeckte Linoleum. Geschützt durch Acryllacke muss die Oberfläche nicht mehr wie früher geschrubbt und gebohnert werden, sondern braucht nur mit einem Allzweckreiniger feucht gepflegt zu werden. Beschichtet und unempfindlich gegen fast jede Alltagsbelastung sind Kunststoffböden aus PVC, die mit jedem Putzmittel behandelt werden können.

Als weitere Möglichkeit bietet sich eine Bodenbeschichtung per Nanoversiegelung an. Hier wird der Boden komplett versiegelt. Meistens wird dieses jedoch bei vorwiegend Industrieböden gerne angewandt.