Der Schwarze Holunder ist ein relativ großer Strauch, der häufig an Wegrändern anzutreffen ist. Man erkennt ihn an vor allem an seinen cremeweißen Blütenständen, die während der Monate Mai und Juni in großer Fülle erscheinen. Im Frühherbst bildet er kugelförmige, schwarz glänzende und beerenähnliche Früchte aus.
Sowohl die Blüten als auch die Holunderbeeren können in der Küche, aber auch in der Hausapotheke verwendet werden. Zu beachten ist aber, dass die Beeren nur gekocht genutzt werden sollten, denn sie sind nur nach dem Erhitzen bekömmlich. Holunder fand schon vor vielen Jahrhunderten Eingang in die Volksmedizin. Mit ihm wurden so unterschiedliche Beschwerden wie Rheuma, Gicht oder Hautkrankheiten behandelt. Seine Inhaltsstoffe machen ihn auch zu einem wirkungsvollen Hausmittel bei Erkältungskrankheiten und Grippe. Aus den getrockneten Blüten kann man ohne großen Aufwand selbst Tee herstellen, indem die Holunderblüten mit heißem Wasser übergossen werden. Die Blüten enthalten unter anderem organische Säure und Gerbstoffe, sie haben eine stark schweißtreibende Wirkung und sind deshalb bestens zur Behandlung von Atemwegserkrankungen, zum Beispiel Husten und Heiserkeit, oder bei Fieber geeignet.
Die reifen Beeren dienen vorwiegend zur Saftherstellung. Aber auch leckere Marmeladen oder Suppen kann man aus ihnen zubereiten. Wer im eigenen Garten Holunder anpflanzt, um Blüten und Beeren aus eigener Ernte verarbeiten zu können, muss den Strauch bzw. Baum richtig schneiden. Der Ertrag ist dann umso höher. Anleitungen zum Holunderschnitt können Interessierte einschlägigen Internetseiten entnehmen. Holunder ist eher anspruchslos, bevorzugt aber feuchte und stickstoffreiche Böden.
Eingetragen am: Sonntag, 31. Januar 2010 | Kategorie: Hausmittel.