Viele Pferdebesitzer behaupten noch immer, dass Giftpflanzen ihren Tieren nichts anhaben können, weil Pferde instinktiv für sie giftige Pflanzen meiden. Dies trifft jedoch nur bedingt zu. Giftige Pflanzen haben oft einen unangenehmen Geruch und bitteren Geschmack, sind also für Pferde wenig attraktiv. Bei überweideten Grünflächen nehmen die Tiere auch solche Pflanzen auf, die sie normalerweise verschmähen. Es ist darüber hinaus belegt, dass kranke Tiere oder Weidegänger, die unter Mineralstoffmangel leiden, ab und an giftige Pflanzen aufnehmen.
Vergiftungserscheinungen können sich je nach Art des Giftes beim Pferd auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Relativ häufig treten infolge von Vergiftungen Koliken oder Durchfälle auf. Es kommt auch teilweise zu Lähmungen, Atemnot, Krämpfen, Schweißausbruch und Zittern. Weitere Symptome sind Unruhe, Schreckhaftigkeit, manchmal auch Panik, ein taumelnder Gang oder vermehrter Speichelfluss. Besteht Grund zur Annahme, dass eine Vergiftung vorliegt, sollten Pferdebesitzer umgehend einen Tierarzt verständigen. Das Pferd muss von der Koppel bzw. Weide am besten in den Stall gebracht werden. Es sollte bis zur Ankunft des Veterinärs keine Nahrung mehr aufnehmen, frisches Wasser ist aber erlaubt.
Um Pferde vor Vergiftungen zu schützen, müssen Weideflächen und Ausläufe regelmäßig auf Giftpflanzen untersucht werden. Die giftigen Pflanzen wie das Jakobskreuzkraut sollten mit der Wurzel entfernt werden. Übrigens verlieren viele Pflanzen auch im Heu oder in Silage ihre Giftwirkung nicht. Sie können Pferden also auch im getrockneten oder silierten Zustand gefährlich werden.
Eingetragen am: Sonntag, 31. Januar 2010 | Kategorie: Haustiere.