Schädlinge wie Würmer oder Blattläuse haben meist Fressfeinde, die sich von ihnen ernähren. Deshalb können bei der Schädlingsbekämpfung im Garten Nützlinge durchaus hilfreich sein. Vieles spricht für einen rein biologischen Pflanzenschutz. Gartenbesitzer greifen anders als beim chemischen Pflanzenschutz nicht in das empfindliche Gleichgewicht der Natur ein und schützen dennoch ihre Kulturpflanzen auf wirksame Weise.

Jedoch muss der Garten nützlingsfreundlich sein. Von sterilen Gärten halten sich viele natürliche Schädlingsbekämpfer fern. Man muss jedoch nicht seinen Garten verwildern lassen, um Nützlingen optimale Lebensbedingungen zu schaffen. Schon kleine Maßnahmen reichen in der Regel aus, ihnen Unterschlupf sowie Brutmöglichkeiten zu bieten. Nützliche Insekten verstecken sich zum Beispiel mit Vorliebe in Laub- und Steinhaufen, auch Trockenmauern oder Totholzhaufen gelten als bevorzugte Aufenthaltsorte. Nicht nur Insekten nehmen hier Quartier, sondern auch größere Wirbeltiere, zum Beispiel Kröten, die sich ebenfalls bei der Schädlingsbekämpfung engagieren.

In Hecken halten sich gern Singvögel auf. Sie bauen dort ihre Nester und versorgen die Brut tagtäglich mit vielen schädlichen Insekten. In den unteren Regionen der Hecken leben zahllose Nutzinsekten. Sogar in Blumen- oder Gemüsebeeten können speziellen Blütenpflanzen angesiedelt werden, die wiederum nützliche Insekten wie Gallmücken, Flor- oder Schwebfliegen anziehen. Besonders attraktiv sind wilde Blühpflanzen oder Sträucher. Gern fliegen die natürlichen Schädlingsbekämpfer beispielsweise Wilde Möhren, Dill, Schafgarbe und Wegwarte sowie Margeriten oder Kerbel an.