Innerhalb der Bevölkerung ist das Umweltbewusstsein in den letzten Jahren stark gestiegen. Belange des Klima-, Arten-, Gewässer- und Tierschutzes finden zunehmend Beachtung. Deshalb tendieren auch immer mehr Hobbygärtner dazu, in ihren Gärten die Artenvielfalt zu fördern. Ausgezeichnete Möglichkeiten hierfür bietet ein Naturgarten.
Im Naturgarten sucht man exakt und penibel geschnittene Lebensbaumhecken oder kurz geschorene, steril wirkende Rasenflächen vergebens. Zwar darf auch hier nicht alles wild wuchern, aber es wird mit und nicht gegen die Natur gegärtnert. Naturgärten sind sehr abwechslungsreich gestaltet, zum Beispiel bieten verschiedenartige Biotope wie Streuwiesen, Sumpfbeete, Teiche oder frei wachsende Hecken unzähligen Tierarten von Hummeln, Käfern, über Frösche bis hin zu Igeln und Singvögeln ein reichhaltiges Nahrungsangebot und Schutz.
Beim Naturgarten kommt es vor allem auf die standortgerechte Pflanzenauswahl an. Es werden überwiegend einheimische Sträucher, Bäume, Gräser oder Blumen angepflanzt, denn heimische Gewächse sind weniger anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen, weil sie einfach besser an die vorhandenen Bedingungen angepasst sind als Exoten. Darüber hinaus dienen einheimische Pflanzen vielen Tierarten, vor allem Nützlingen, als Nahrungsgrundlage.
Bestimmte Elemente sollten im naturnahen Garten auf jeden Fall vorhanden sein wie Bäume und Sträucher, Bodenbedeckung, Blühpflanzen und natürlich Hecken. Es können als Wind- und Sichtschutz und zur Begrenzung des Grundstücks Sträucher in einer Reihe angepflanzt werden, die zu verschiedenen Zeiten des Gartenjahres blühen. Eine solche Mischhecke wirkt sehr lebendig. Für kleine Gärten empfehlen sich jedoch eher Schnitthecken, die weniger Platz beanspruchen.
Eingetragen am: Sonntag, 07. Februar 2010 | Kategorie: Gartengestaltung.