Weite Teile der Bevölkerung sind gelegentlich oder auch häufiger von Spannungskopfschmerzen betroffen. Dabei leiden Betroffene unter dumpfen und drückenden bis hin zu ziehenden Kopfschmerzen, die meist erst im Nackenbereich auftreten und sich dann oftmals über den gesamten Kopf erstrecken. Anders als bei der Migräne sind Spannungskopfschmerzen nicht nur auf eine Seite des Kopfes beschränkt, sie sind auch im Allgemeinen nicht mit unangenehmen Begleiterscheinungen verbunden wie Übelkeit und Erbrechen oder Lichtscheu.
Heute wird angenommen, dass circa neunzig Prozent alle Menschen zumindest einmal im Leben unter Spannungskopfschmerzen leiden. Ursachen für die Entstehung dieser Kopfschmerzen sind keine Gehirnerkrankungen, sondern meist Muskelverspannungen im Nacken-, Schulter- und Kopfbereich. Die Verspannungen kommen durch unterschiedliche Faktoren zustande, beispielsweise Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Schlafdefizite, Überlastung der Augen, auch durch Stress, zu viel Nikotin oder Alkohol. Bei episodischen bzw. gelegentlichen Spannungskopfschmerzen lassen sich auslösende oder verstärkende Faktoren oftmals recht gut ausmachen.
Treten die Kopfschmerzen an mehr als 180 Tagen im Jahr auf, handelt es sich um chronische Spannungskopfschmerzen. Betroffene können aufgrund der ständigen Belastung durch den Schmerz manchmal sogar Depressionen entwickeln. Bei akuten Kopfschmerzen helfen entsprechende schmerzlindernde Medikamente recht gut. Allerdings sollte man Schmerzmittel nicht zu häufig einnehmen, sondern höchstens an zehn Tagen im Monat. Bei chronischem Kopfschmerz wird heute oft eine medikamentöse Kopfschmerzvorbeugung empfohlen, die sich zwar bewährt hat, aber nicht frei von Nebenwirkungen ist. Die medikamentöse Dauertherapie sollte aber mit anderen Maßnahmen wie Entspannungs- und Stressbewältigungsübungen sowie einem regelmäßigen Ausdauertraining einhergehen. So werden die besten Resultate im Kampf gegen den chronischen Kopfschmerz erzielt.
Eingetragen am: Sonntag, 07. Februar 2010 | Kategorie: Gesundheit.