Igel fühlen sich vor allem in naturnah gestalteten und bewirtschafteten Gärten zu Hause. Sie finden dort einen reich gedeckten Tisch vor, bestehend aus Insekten und deren Larven sowie Schnecken und Würmern. Damit leisten Igel einen nicht unerheblichen Beitrag bei der biologischen Schädlingsbekämpfung im Garten.
Igelfreundlich sind Gartenparzellen, die über Laubhecken und zahlreiche Gebüsche und Sträucher verfügen. Möglichst viele einheimische Pflanzen locken auch viele Insekten an, die wiederum als Nahrungsgrundlage für Igel dienen. Holz- und Laubhaufen sowie die unteren Regionen von Hecken und Gehölzen bieten Kleinsäugern wie dem Igel gute Unterschlupf- und Nistgelegenheiten. Ist ein Garten aber zu aufgeräumt, machen die Igel einen weiten Bogen um ihn und suchen sich lieber ein anderes Domizil.
Die nacht- und dämmerungsaktiven Stacheltiere halten Winterschlaf. Während der dunklen und kalten Jahreszeit zehren die Tiere von ihren im Herbst angelegten Fettdepots. Doch nicht alle Igel können den Winter überstehen. Hilfe benötigen beispielsweise untergewichtige, verletzte und kranke Stacheltiere oder Waisen. Auch Igel, die noch nach Wintereinbruch im Garten umherirren, sind oftmals hilfsbedürftig. Wie kann man jedoch Igeln helfen? Zunächst einmal ist es sinnvoll, rechtzeitig Futterhäuschen anzulegen, um magere Igel aufzupäppeln. Die Tiere nehmen gern Katzenfutter oder spezielles Igeltrockenfutter auf, verschmähen aber auch ungesalzenes Rührei nicht. Wer kranke Igel findet, sollte sie zum Tierarzt bringen oder zu Igelstationen in der Region, damit sie behandelt werden. Stellt sich bei den Untersuchungen heraus, dass die Tiere gesund sind, müssen sie umgehend wieder in die Freiheit entlassen werden.
Eingetragen am: Sonntag, 07. Februar 2010 | Kategorie: Ökologie.