Nicht nur Turnierpferde sollten sich ohne Probleme auf einen Hänger verladen lassen und Fahrten im Pferdehänger gewöhnt sein, sondern auch alle übrigen Pferde. Denn es kann immer ein Notfall eintreten, beispielsweise wenn das Tier in eine Tierklinik transportiert werden muss.

Als Fluchttiere haben Pferde zunächst Scheu, einen engen, dunklen, ihnen unbekannten Raum wie den Hänger zu betreten. Es ist daher nicht ganz einfach, Pferde zu verladen. Durch ein professionelles und regelmäßiges Verladetraining können Pferdehalter ihren Tieren die Angst vorm Hänger nehmen. Es ist wichtig, unerfahrene Pferde nicht zusätzlich zu beunruhigen. Deshalb müssen die am Verladen beteiligten Menschen selbst Ruhe bewahren und auf keinen Fall hektisch reagieren, wenn das Pferd nicht sofort auf den Hänger geht.

Bei Verladeproblemen hat es sich bewährt, den Pferdeanhänger nahe an eine Wand zu fahren, auf diese Weise kann das Pferd nicht mehr zu dieser Seite ausweichen. Die freie Seite wird von einer Longe begrenzt, die ein Helfer festhält. Der Pferdehalter oder eine andere Person, zu der das Pferd Vertrauen hat, führt es direkt auf den Hänger zu. Geht das Pferd vorwärts, wird es gelobt. Die Longe kann hinter dem Pferd entlang geführt werden. So hat es keine Möglichkeit, nach hinten ausweichen und wird eher vorwärts treten.

Die Rampe muss rutschfest und möglichst nicht zu steil sein. Sie darf auch nicht wackeln. Das Verladen klappt meist besser, wenn zuerst ein erfahrenes Pferd auf den Hänger gebracht wird. Der „Hängerneuling“ wird dann in aller Regel eher bereit sein, den unheimlichen Raum zu betreten. Befindet sich das Tier im Hängerinneren, wird die Klappe geschlossen und das Pferd gut angebunden. Jetzt hat es eine Belohnung verdient. Durch die Belohnung verbindet das Pferd den Aufenthalt im Hänger mit etwas Positivem. Anfangs sollten nur kurze Strecken gefahren werden.