Wespen sind von Natur aus nicht bösartig oder aggressiv. Das Risiko, von ihnen gestochen zu werden, ist eigentlich nicht besonders hoch. Dennoch werden – vor allem in den Sommermonaten und im Frühherbst – immer wieder Menschen oder Haustiere gestochen. Ursache für Insektenstiche ist in erster Linie, dass man die Tiere wissentlich oder unabsichtlich reizt.

Wespen halten sich im Sommer gern in der Umgebung der Menschen, zum Beispiel in Gärten, auf und profitieren von dem reichlich vorhandenen Nahrungsgebot, das sie auf den gedeckten Tischen oder beim Fallobst finden. Durch bestimmte Nahrungsmittel wie Früchte und andere Süßspeisen oder durch Fleisch und Wurst werden sie magisch angezogen. Deshalb sollte man diese Lockmittel beim Essen im Freien gut abdecken und Saft oder Limonade nur mit Strohhalm trinken. Reifes Obst ist rechtzeitig zu ernten, angefaulte Früchte dürfen nicht auf dem Boden liegen bleiben, um die Insekten nicht damit anzulocken. Als wenig sinnvoll hat sich im Umgang mit Wespen das Schlagen nach den Tieren erwiesen. Das fassen sie nämlich als Kampfansage auf und das Resultat sind schmerzhafte Insektenstiche, die vor allem für Allergiker gefährlich sein können.

Damit die ansonsten nützlichen Wespen nicht in Wohnräume gelangen, sollten Türen und Fenster mit Fliegengaze bzw. Insektengittern verhängt werden. Befinden sich Wespennester beispielsweise in Jalousienkästen oder im Dach des Hauses, kommt es unter Umständen zu Bauschäden. Wer die Nester entfernen möchte, sollte auf jeden Fall einen Experten damit beauftragen. Wenn man sich so vor Insekten schützen kann, steht einem friedlichen Miteinander mit den nützlichen Insekten nichts mehr im Weg.