Ein Baubiologe beschäftigt sich mit der Wechselwirkung zwischen Bauwerken und ihren Bewohnern. Er ist bemüht durch seine Erkenntnisse und mittels verschiedener Techniken den Hausbau umweltfreundlich und schadstofffrei auszuführen. Er betrachtet Bauwerk und Mensch aus ganzheitlichem Blickwinkel, und bezieht sowohl physikalische als auch psychologische Gesichtspunkte bei seinem Bemühen ein, dem Menschen ein optimales und gesunde Wohnen zu ermöglichen.
Die Berufsbezeichnung “Baubiologe“, genießt keinen staatlichen Schutz. Im Prinzip kann sich jeder mit rudimentären Kenntnissen so bezeichnen. Eine anerkannte Ausbildung für diese Tätigkeit existiert nicht. Einzelne “Baubiologen” arbeiten mit wissenschaftlich völlig unbewiesenen Methoden (z. B. Pendler oder Wünschelrutengänger) und bringen seriös arbeitende Kollegen in Misskredit. Ein seriöser Baubiologe sollte eine Ausbildung mit Bezug zum Fachgebiet vorweisen können, oder den einzigen staatlich anerkannten Lehrgang für Baubiologie absolviert haben.
Der Baubiologe berät bei Fragen zu Sanierung, Dämmung, Schimmel, Elektrosmog, Raumklima, Feuchtigkeitsschäden, diversen Baustoffen, Erdstrahlen u.v.m. Ein besonderes Augenmerk richtet der Baubiologe auf evtl. vorhandene Schadstoffe im Haus. Diese sind der häufigste Grund einen Baubiologen zu Rate zu ziehen, da diese Umweltgifte zahlreiche Erkrankungen auslösen können.
Der Experte verfügt über verschiedenste Messinstrumente um bspw. Schimmelsporen, Radioaktivität, Lösemittel, Feuchtigkeit oder Magnetfelder sichtbar zu machen. Wenn nötig, entnimmt er Proben von der Bausubstanz um diese im Labor zu analysieren.
Der Baubiologe kann so mögliche Ursachen für Schlaflosigkeit, Allergien, Kopfschmerzen und sogar Depressionen finden und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen.
Auf Wunsch begleitet er den Hausbau beratend von Anfang an, damit Probleme durch schädliche Umwelteinflüsse erst gar nicht entstehen. Der Baubiologe ist mit einer Art “Heilpraktiker fürs Haus” vergleichbar.
Eingetragen am: Mittwoch, 08. Juli 2009 | Kategorie: Ökologie.