Oft wird das Tragen eines Kopftuches mit dem Islam verbunden. Dort tragen vor allem die Frauen aus verschiedenen Gründen ein Kopftuch. Meist aus religiösen Gründen ist diese Kopfbedeckung bei Frauen üblich. Im Iran ist es sogar gesetzlich Pflicht und kann bei nicht Einhaltung zu Haftstrafen führen. Hingegen ist in der Türkei beispielsweise das Tragen von Kopftüchern in Universitäten verboten. Doch bis in die 1970er war es auch in Europa üblich, dass das weibliche Geschlecht, insbesondere auf dem Land, Kopftücher trugen. Es war nicht nur Mode, sondern, insbesondere nach dem zweiten Weltkrieg, schützte es die Trümmerfrauen bei ihrer Arbeit und verdeckte das oft nicht gepflegte Haar.
Mit der mordernen Ausstattung der Badezimmer in den 1970ern und den vielfältigen Möglichkeiten die Haare zu pflegen, trat das Kopftuch in Europa in den Hintergrund. Denn Frauen mussten nicht mehr nur Hausfrau sein, sondern durften sich ebenso modisch freier entfalten.
Heute dient das Kopftuch vielmehr als modisches Accessoire. Nur noch selten trifft man Frauen, die diese Kopfbedeckung dauerhaft anziehen. Berühmtestes Beispiel ist die englische Königin Elisabeth II., die mit ihren modischen und facettenreichen Kopftüchern immer wieder aufs Neue Akzente setzt, aber auch nach Krebserkrankungen und Chemotherapie und dem damit verbundenen Haarausfall greifen viele Betroffene zu Kopftüchern, um den Kopf zu wärmen und zu bedecken.
Heute findet man in den Kleiderschränken Mützen und Hüte, die das Kopftuch ersetzen. Auch Bandanas sind als Kopfbedeckung in der Sonne bei Männern und Frauen stark in Mode.
Eingetragen am: Mittwoch, 10. März 2010 | Kategorie: Accessoires.