Der Begriff Kittel ist meist aus dem medizinischen Bereich bekannt. In der Regel trägt ein Arzt einen sogenannten Kittel, der in den meisten Fällen mit Knöpfen vorne zu gemacht wird. Aber es gibt diese speziellen Oberkleidungsstücke ebenso mit Bändeln und Knöpfen, die am Rücken angebracht sind. Die Berufsbekleidung der Ärzte sind in der Regel in der Farbe weiß. Das liegt einerseits daran, dass man weiße Wäsche grundsätzlich ohne Schäden kochen kann und diese dann dadurch steril werden. Anderseits  verbindet man  die weiße Farbe mit Hygiene.  Ebenfalls tragen häufig traditionelle Friseure die Bekleidungsstücke, bis in die 1970er war dies sogar Standard. Allerdings hat sich der Kittel bei Friseuren nicht durchgesetzt.

Der Ursprung des Names stammt aus dem Jiddischen und floß in die deutsche Sprache ein. Im Jüdischen ist der Kittel ein weißer Mantel der als Totenhemd und zu hohen Feiertagen getragen wird.

Besonders im süddeutschen Raum ist der Begriff auch als Kittelschürze bekannt, der die Frauen vor Schmutz bei den täglichen Hausarbeiten schützen soll. Allerdings sind diese nicht weiß, sondern in vielen verschiedenen Mustern und Farben erhältlich. Wer allerdings denkt, dass Kittelschürzen altbacken seien, täuscht. Denn inzwischen sind die ärmelosen Bekleidungsstücke wieder tragbar, jedoch in ganz neuen Schnitten und Mustern.

Kittelschürzen oder Schürzenkleider sind in der Kindermode ebenfalls wieder im Kommen. Viele Eltern kleiden ihre kleinen Mädchen gerne wie Klein-Ida oder Madita aus den Kinderbüchern von Astrid Lindgren mit einem Hängerchen im Kittelschürzen-Look.

Dieser Fachartikel passt thematisch zu Arztkittel, Berufsbekleidung, Hausarbeit, Hängerchen, Kindermode, Kittel, Kittelschürze, medizinischer Bereich, Oberbekleidung, putzen, Schürzenkleider, Schutzbekleidung.
Eingetragen am: Mittwoch, 10. März 2010 | Kategorie: Mode.