Fruchtliköre kann man kaufen, ohne weiteres aber auch in Eigenregie aus selbst geernteten Früchten herstellen. Das Ansetzen eines solchen Likörs ist nicht besonders kompliziert oder zeitaufwändig, dennoch müssen dabei bestimmte Grundregeln eingehalten werden.

Als Ansatzgefäße eignen sich geschmacks- und geruchsneutrale Tontöpfe, aber auch Glasbehälter. In diese Behälter wird das gewaschene, entkernte, geschälte und klein geschnittene Obst hinein getan. Beerenobst, zum Beispiel schwarze Johannisbeere, Himbeeren oder Brombeeren, muss nicht stark zerkleinert werden. Dann wird der Ansatz gezuckert. Die Menge des hinzu gefügten Zuckers richtet sich nach der Säure der Früchte. Anschließend wird die Frucht-/Zuckermischung mit Neutralalkohol vollständig bedeckt. Geeignete Alkoholarten sind unter anderem Korn oder Wodka. Es ist notwendig, dass Obst komplett mit Alkohol zu bedecken, damit es sich nicht zersetzt. Wichtig ist auch, den Glas- oder Tonbehälter stets gut zu verschließen.

Ansatzliköre aus Früchten werden üblicherweise dunkel gelagert und zwar deshalb, weil dann die Spirituosen auch eine schöne Farbe bekommen. Werden Liköre dagegen aus Wurzeln, Gewürzen oder getrockneten Kräutern zubereitet, ist auch ein heller Standort möglich. Der Ansatz ruht einige Wochen, dann wird er gefiltert. Zum Filtern können herkömmliche Kaffeefilter oder feinmaschige Teesiebe verwendet werden. Der so gewonnene Likör wird in Flaschen gefüllt und sollte nun noch einige Wochen bis Monate reifen.

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Eingetragen am: Donnerstag, 25. Juni 2009 | Kategorie: Spirituosen.