Das Verlangen nach den schönsten Stunden im Leben ebbt wohl nie ab. Sexualität in all seinen Formen beflügelt schon seit hunderten von Jahren Dichter, Denker und Poeten. Wäre da nicht die oft gehörte und peinlichste Erkrankung des Mannes: die Erektionsstörung oder auch als Impotenz bekannt. Darunter versteht man, streng genommen, ein chronisches Krankheitsbild von einer Dauer von mindestens 6 Monaten, bei dem es zu keiner für den Geschlechtsverkehr ausreichenden Gliedversteifung beim Mann kommt.
Impotenz kann mit so genannten Potenzmitteln behandelt werden. Viele Männer bevorzugen jedoch anstatt der chemischen Mittel, pflanzliche Produkte, aus Gründen der Nebenwirkungen oder vielleicht auch der Zugänglichkeit, da natürliche Potenzmittel rezeptfrei erhältlich sind. Wobei es sich in der Vielzahl der pflanzlichen Mittel im exakten Sinne um Aphrodisiaka handelt, also Mitteln, welche die Lust am Geschlechtsverkehr wecken sollen, führen einige davon auch zur Erektionsförderung.
Viele pflanzliche Heilmittel sind aus der asiatischen oder orientalischen Geschichte überliefert, einige, wie das Pulver des Rhinozeroshorns, sind blanker Unsinn. So wird zum Beispiel aus dem Cantharis vesiciatoria, einer Käferart, der Wirkstoff Cantharidin gewonnen, der im Volksmund auch „Spanische Fliege“ heißt. Cantharidin wirkt lust- und potenzsteigernd.
Neben diesem eher exotischen Käfer gibt es aber auch Alltagspflanzen, wie Tomaten, Kartoffeln, Auberginen, Paprika und Chili, die sich in hoher Dosis positiv auf das Liebesleben auswirken sollen. Selbst Kopfsalat und Feldsalat spricht man solche Eigenschaften zu. Der eingedickte Milchsaft des Lattich, dem Vorgänger unseres Kopfsalates, wurde in alter Zeit in der Pfeife geraucht und durch sein morphinähnliches Alkaloid wirkte er als sexuelles Stimulans.
Mittel zur Steigerung der Potenz, die weitläufig wohl als giftig oder sogar tödlich im Volksmund bezeichnet werden, wirken aber in richtiger Dosierung ebenfalls als Erektionshilfe, wie zum Beispiel der gemeine Fliegenpilz oder der Wirkstoff Bufotenin aus einer südamerikanischen Giftkröte. Leichten Drogen, wie Alkohol und Cannabis wird ebenfalls eine luststeigernde und teilweise erektionsfördernde Wirkung zugesprochen, wobei diese Stoffe hier auf keinen fall empfohlen werden sollen und noch dazu auch den gegenteiligen Effekt haben können.
Einer der wenigen pflanzlichen Stoffe, der auch von Ärzten als Therapiemittel benutzt wird, ist Yohimbin, ein Stoff der aus der Rinde des westafrikanischen Yohimbe-Baums gewonnen wird.
Eingetragen am: Mittwoch, 02. Juli 2008 | Kategorie: Medizin.