Einige Weine erreichen erst nach einer mehrjährigen Lagerung im dunklen, feuchten und konstant temperierten Weinkeller die erforderliche Trinkreife. Grundsätzlich gilt, dass sich Rotweine besser für eine längere Aufbewahrung im Keller eignen als Weißweine. So werden Bordeauxweine in der Regel nicht vor Ablauf von fünf Jahren getrunken, einige sehr hochwertige Weine erreichen ihr Geschmacksoptimum sogar erst nach jahrzehntelanger Lagerung. So genannte Tafelweine werden dagegen schon jung getrunken und müssen nicht gelagert werden.
Für den Geschmack eines Weines ist die angemessene Kühlung entscheidend. Schaumweine, Sekt, Champagner und trockene weiße Weine werden gut gekühlt serviert. Ältere Rotweine mit hohem Gerbstoffanteil schmecken am besten bei Zimmertemperatur. Bereits einige Stunden vor dem Servieren werden die Flaschen geöffnet, damit der Wein atmen und sein Aroma entfalten kann.
Eine Besonderheit beim Rotweintrinken ist das Dekantieren. Dabei werden insbesondere alte Qualitätsrotweine aus der Flasche vorsichtig in eine Karaffe umgefüllt. Gerade bei alten Rotweinen bildet sich im Laufe der Lagerung ein Bodensatz, der als Depot bezeichnet wird. Durch herkömmliches Eingießen wird dieser Bodensatz aufgewirbelt und beeinträchtigt den Geschmack des Weines. Dies wird durch richtiges Dekantieren vermieden. Ältere Weine werden circa zwei bis drei Stunden vor dem Trinken dekantiert, junge Weine dagegen nur ungefähr eine halbe Stunde vor dem Ausschenken. Sehr alte Rotweine sollten jedoch erst unmittelbar vor dem Trinkgenuss dekantiert werden.
Eingetragen am: Donnerstag, 25. Juni 2009 | Kategorie: Wein.