Bereits vor 10.000 Jahren trug vor allem Mann Hosen. Diese waren allerdings nur knielang und meist aus Leder oder Fell. Erste einige Jahrtausende später trugen die Germanen die Urform der Hosen. Sie erkannten, im Gegensatz zu den Römern, die meist Togas trugen, die Zweckmäßigkeit der Hose. Denn sie diente besonders zum Schutz vor Kälte. Die Römer hingegen empfanden die praktische Beinbekleidung allerdings als unkultiviert und beschimpften die Germanen als ein babarisches Volk. Doch die Geschichte zeigt, dass die Römer etwas falsch lagen mit ihrer Ansicht.
Der Siegeszug der Hose kam im Mittelalter. Ritter trugen, wenn Sie mal in keiner Ritterrüstung steckten, Leinenhosen. In der Renaissance schaffte es die Hose sogar zum Statussymbol. Doch bis Frauen Hosen tragen duften vergingen noch einige Jahrhunderte. Erst 1911 kam in Paris die erste Hosenkollektion für die Damenwelt auf dem Markt, die allerdings für Gesprächstoff führte. Erst mit dem 1.Weltkrieg, als die Frauen auch Männerberufe ausüben mussten, brach man mit dem ungeschriebenen Gesetz und verpasste den arbeitenden Frauen praktische Overalls. Allerdings mussten die Frauen nach beiden Weltkriegen wieder in die typische Hausfrauen Rolle zurück und es war verpönt, wenn Frauen Hosen trugen. In den 1960ern gab es sogar in Hotels oder Clubs spezielle Schilder, die den Zutritt für Frauen mit Hosen verboten. Mit der Emanzipation kam dann auch die Hose für Frauen in Mode.
Mittlerweile schüttelt man wohl eher den Kopf darüber. Denn heute sind Damenhosen kein ungewöhnliches Bild mehr und gesellschaftlich mehr als akzeptiert. Ob elegante Hosen im Rahmen der Businessmode oder die legere Jeanshose, ob edle Leinenhose oder die sportliche Leggings – heute sind Hosen auch für Frauen nicht mehr aus der Mode wegzudenken.
Eingetragen am: Mittwoch, 10. März 2010 | Kategorie: Mode.