Beim Stethoskop handelt es sich um ein medizinisches Instrument, mit dem der Arzt die Lunge und das Herz abhören kann und dient der ärztlichen Diagnose.
Das Wort “Stethoskop” hat ihren Ursprung im griechischen und bedeutet soviel wie “das Betrachten”, zurückzuführen auf die Wichtigkeit der visuellen Wahrnehmung in der damaligen Zeit. Es wurde im Jahre 1816 vom Franzosen René Theophile Hyacinthe Laennec erfunden. Damals war es üblich, das die Ärzte ihr Ohr auf die Brust des Patienten legten, um eventuelle Störgeräusche zu lokalisieren. Laennec wollte das nicht und verwendete zum Abhören eine Papierrolle. Überrascht darüber, das er besser hörte als mit dem bloßen Ohr, entwickelte sich mit der Zeit der Vorgänger des Stethoskops, das hölzerne Hörrohr.

Von Hebammen wird es heute noch gern zur Untersuchung von Ungeborenen benutzt. Das eigentliche Stethoskop fand bis etwa 1840 nur wenig Anklang. Erst 10 Jahre später waren an allen deutschen Universitäten Seminare zum Abhören und Abklopfen üblich und erst 1868 fand die erste Magenspiegelung mit dem starren Stethoskop statt.
Prinzipiell gibt es heutzutage zwei Arten von Stethoskopen. Zum einen das akustische Stethoskop, welches einfache physikalische Eigenschaften nutzt und das nochmals in zwei Stethoskope unterteilt werden kann, mit jeweils einem oder zwei Schläuchen und dem elektronischen Stethoskop, dass mit Verstärkerelementen arbeitet.

Die Bestandteile eines akustischen Stethoskops sind:
1. Ohrbügel mit Olive
2. Schlauch
3. Stethoskopkopf, auch sogenanntes “Bruststück” mit
- Schalltrichter
- Membran

Neueste Stethoskope sind in der medizinischen Entwicklung. Sie sollen aus nur noch einem Stethoskopkopf bestehen und per Bluetooth komprimierte Daten an einen PC übertragen.