Sichtbeton wird weder verputzt noch verblendet, sondern kommt „pur” bei der Haus- und Raumgestaltung zum Einsatz. Seine Ansichtsflächen wirken nie langweilig und monoton, präsentieren im Gegenteil eine einzigartige Optik, denn Sichtbeton ist immer ein Unikat.
In eine spezielle Schalung, zum Beispiel in eine Stahl- oder Holzhülle, wird der flüssige Beton zumeist vor Ort gegossen. Der feine Beton nimmt dabei die Oberflächenstruktur der Schalung an. Glatte Hüllen ergeben so auch glatte und scharfkantige Flächen, während Bretter im Sichtbeton die typische Holzmaserung hinterlassen. Zu den Hauptgestaltungselementen gehören die Ankerlöcher. Halteverbindungen sorgen dafür, dass die Schalung nicht auseinander fällt. Nach dem Entfernen dieser Halterungen bleiben Löcher – die so genannten Ankerlöcher – zurück, die dem Sichtbeton eine besondere optische Wirkung verleihen. Nahtstellen an den einzelnen Schalelementen können auf Wunsch kaschiert oder in die Gesamtoptik miteinbezogen werden.
Man sollte sich Sichtbetonflächen nicht als graue, ungemütliche Wände vorstellen. Zwar wirken die Ansichtsflächen eher sachlich und kühl, können aber in der Wohnung hervorragend Akzente setzen. Vor allem wenn Zuschläge wie Granit, Metall, runder Kies oder Glasgranulat verwendet werden, ergeben sich verblüffende Farb- und Struktureffekte. Sichtbeton kann ausgezeichnet mit Glas kombiniert werden, da die Materialien bestens miteinander harmonieren. Der Kunststein lässt sich aber auch sehr gut mit Naturstoffen ergänzen. Beton kann also gut auch gestalterische Aufgaben erfüllen und trägt erheblich zu einem modernen Wohnambiente bei.
Eingetragen am: Sonntag, 07. Februar 2010 | Kategorie: Raumgestaltung.