Zahnimplantate werden immer beliebter und sind ein großer Therapiezweig in der Dentalmedizin. Sie sind direkt mit den Kieferknochen verbunden, was durch eine chirurgische Anpassung geschieht. Dieses Implantat dient nun praktisch als künstlich angepasste Zahnwurzel die in den Kiefer eingesetzt und integriert wird: Implantate können als einzelne Zähne, mehrere Kronen , Zahnbrücken oder auch als Haftung / Anker für komplette Zahnprothesen eingesetzt werden.
Vorteil der Zahnimplantate ist Kieferverformungen durch Steigern und Erhöhen des Kauvermögens vorzubeugen und dem Abbau von Knochensubstanz entgegen zu wirken.
Man unterscheidet drei Arten von Implantaten:

Titanimplantate:
Titan besitzt keinen allergenen Faktor und löst auch keine fremdkörperähnlichen Reaktionen wie Entzündungen im Körper aus.
Der Knochen im Mundraum reagiert natürlich auf das Titanimplantat und wächst an das Titanimplantat an, als ob das Implantat selbst aus Knochen besteht.
Titanimplantate werden gut vertragen und zeichnen sich durch eine lange Haltbarkeit aus.

Keramikimplantate:
Da die anfänglichen Keramikimplantate zum Ende der 80er Jahre oft eine spröde Eigenschaft besaßen, waren sie nicht so überzeugend wie Titanimplantate.
Mittlerweile gibt es neue Implantate aus Zirkoniumoxid, die die alten Keramikimplantate
abgelöst haben. Die Gewebeverträglichkeit dieser Implantate sind mit denen der Titanimplantate vergleichbar.
Keramikimplantate bieten einen kosmetischen Vorteil bei Rückgang des Zahnfleisches, jedoch ist die Quote der knochenauflösenden Entzündungen durch ein Keramikimplantat weitaus höher, was gegen den Einsatz von Keramikimplantaten spricht.
Die Schraubverbindung der Keramikimplantate ist recht schwierig, wodurch die Anwendbarkeit eingeschränkt wird.
Eine Sofortbelastung der Keramikimplantate ist nicht möglich; eine Schonphase der Implantate während der ersten Wochen muss eingehalten werden.

Sofortimplantate:
Wie es der Name schon sagt, werden Sofortimplantate in einer Zahnarztsitzung vollständig eingesetzt und können nach einer kurzen Schonzeit schnell belastet werden.
Bedingung für ein einwandfreies Einsetzen ist ein gesundes Zahnfleisch und eine gute Substanz der Knochen, diesen Zeitpunkt hat man oft direkt nach dem Zahnverlust, so dass man die noch nicht verheilten Knochen ausnutzen kann, um ein Sofortimplantat anzupassen.
Bei Betrachten des Kostenfaktors schneiden die Sofortimplantate vergleichsweise günstig ab.
Risikofrei ist das Sofortimplantat allerdings nicht; es besteht Gefahr einer Überbelastung des Implantats in der Einheilphase, was zu einem Verlust des Implantats führen kann.