Ein Kräutergärtchen anzulegen, bringt viele Vorteile mit sich. Der wichtigste Vorzug besteht darin, dass man bei Bedarf immer Petersilie und andere  frische Kräuter vorrätig hat und die selbst gezogenen Gewürzpflanzen schmecken den meisten Gärtnern ohnehin besser als Kräuter, die im Lebensmittelmarkt gekauft werden. Zusätzlich ist der Kräutergarten – liebevoll und fachmännisch angelegt – auch ein Gestaltungshighlight.

Ob man sich für eine Kräuterschnecke, einen Kräuterhügel oder ein einfaches Kräuterbeet entscheidet, hängt vom persönlichen Geschmack, aber auch vom Stil des Gartens ab. Es können sowohl einjährige als auch mehrjährige Kräuter im Kräutergarten ihren Platz finden. Schon zu ausgesprochen günstigen Preisen ist entsprechendes Saatgut im Gartenfachhandel erhältlich.

Samen einjähriger Kräuter wie Dill, Kresse oder Majoran werden im Frühling ausgesät. Wer sich für Kräuterreihen entscheidet, hat später weniger Arbeit mit dem Unkrautjäten. Die Aussaat sollte auch im Hinblick auf den jeweiligen Platzbedarf der Pflanze erfolgen. Kräuter mit hohem Platzbedarf werden deshalb locker ausgesät. Zum Keimen braucht die Saat Wärme und Feuchtigkeit, jedoch ist Staunässe zu vermeiden.

Auch nach dem Keimen mögen viele Gewürzpflanzen einen feuchten Boden. Um die Kräuter feucht zu halten, wird vorzugsweise am Vormittag gegossen. Auf keinen Fall während der Mittagszeit gießen, weil ansonsten die Gefahr besteht, dass die Pflanzen verbrennen. Da viele der Pflanzen ursprünglich aus südlichen Gefilden stammen, zum Beispiel Basilikum, Thymian oder Oregano, vertragen sie relativ viel Sonne und lieben windgeschützte Standorte, beispielsweise entlang von Mauern oder Wänden.