Wie archäologische Funde beweisen, wurde Filz schon in der Steinzeit hergestellt, um Kleidung, Decken und Schuhe zu fertigen. Ein genauer Entstehungszeitpunkt ist nicht bekannt, man geht jedoch von ca. 8000 v. Chr. aus, was vereinzelte Funde im asiatischen Raum auch belegen.

Heute wird Filz vor allem in zwei Verfahren hergestellt. Wolle und Tierhaare werden durch Nassfilzen verarbeitet. Dieses Verfahren entspricht somit der traditionellen Methode, lässt sich jedoch nicht für alle Materialien anwenden. Beim Trockenfilzen hingegen können auch solche Materialien verarbeitet werden, deren Oberfläche keine Schuppen aufweist. Hierbei kommen so genannte Filznadeln zum Einsatz, welche dafür sorgen, dass sich die einzelnen Fasern miteinander verbinden. Mit Hilfe dieser Techniken entstanden verschiedenste Arten von Filzstoffen, die je nach Bedarf unterschiedlich eingesetzt werden. Am bekanntesten dürften hierbei vor allem Filztaschen, Filzschmuck und Filzpantoffeln sein.

Der wichtigste Unterschied zwischen Filz und herkömmlichem Stoff liegt vor allem darin, dass Filz nicht gewebt wird, sondern die Fasern ungleichmäßig miteinander verschlungen werden. Dadurch wird Filz, verglichen mit herkömmlichen gewebten Stoffen, deutlich widerstandsfähiger.  Dadurch erfreuen sich Filzpantoffeln großer Beliebtheit. Ihr Vorteil liegt darin, dass sie Widerstandsfähigkeit und hervorragende Wärmefunktion mit den individuellen Möglichkeiten verbinden lassen, die die Verarbeitung verschiedener Filzarten bietet.

Vor allem Filztaschen und Filzschmuck werden auch heute noch vorwiegend in Handarbeit hergestellt und je nach Wunsch des Kunden einzigartig angefertigt. So entstehen wunderschöne Einzelstücke, die sich jederzeit dem persönlichen Geschmack anpassen lassen und nicht unbedingt teuer sein müssen. Sie sind auf Grund der Widerstandsfähigkeit des Materials außerdem sehr robust und langlebig. Wer sich für den Werkstoff Filz interessiert, kann sich auch selbst am Naß- oder Trockenfilzen versuchen. Neben Filzwolle braucht man nur Wasser und Seife oder Filznadeln, so dass man keine zu großen Ausgaben hat, wenn man das Hobby Filzen mal ausprobieren möchte.

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Eingetragen am: Donnerstag, 11. März 2010 | Kategorie: Stoffe.