Der unbedachte Umgang mit der Sonne kann zu schweren gesundheitlichen Problemen führen, in besonders ernsten Fällen sogar zum Hitzetod. Die schwerste und gefährlichste Form der Hitzeerkrankungen ist der Hitzschlag. Er wird dadurch verursacht, dass der menschliche Körper bei hohen Temperaturen nicht mehr genügend Wärme abgeben kann. Die Schweißproduktion kommt zum Erliegen und es entsteht ein Wärmestau im Organismus. Die Haut fühlt sich trocken und heiß an, der Betroffene hat hohes Fieber und wird oft bewusstlos.
Prinzipiell kann jeder einen Sonnenstich oder gar Hitzschlag erleiden, doch bestimmte Personengruppen, vor allem chronisch Kranke wie Diabetiker oder Menschen, die unter dem Einfluss von Drogen stehen, sind stärker gefährdet. Ein Hitzschlag muss umgehend notärztlich behandelt werden. Bis zum Eintreffen des Notarztes werden bewusstlose Patienten an schattigen Orten in stabiler Seitenlage positioniert. Um die Wärme zu reduzieren, empfehlen sich kalte Wickel.
Es gibt bestimmte Maßnahmen, mit denen einem Hitzschlag vorgebeugt werden kann: Wichtig ist vor allem, dass sich niemand über einen längeren Zeitraum hohen Temperaturen aussetzt. Das gilt vor allem für die heiße Mittagszeit. Bei warmem Wetter bietet angemessene Kleidung einen gewissen Schutz. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann helfen, einen Hitzschlag zu vermeiden. Jedoch sollte bei sommerlich hoher Temperatur auf den Genuss von Alkohol verzichtet werden, stattdessen ist es ratsam, viel Mineralwasser oder Obstschorlen zu trinken. Ein hohes Gefahrenpotenzial hat beispielsweise auch der Aufenthalt in Menschenmassen, wie dies bei Konzerten oder sportlichen Events der Fall ist. Bei heißen Temperaturen sind Menschenmassen daher nach Möglichkeit zu meiden.
Eingetragen am: Sonntag, 17. Januar 2010 | Kategorie: Medizin.