Insbesondere durch die Münchner Wiesn wurde das Dirndl zur Mode,  doch dieses Kleidungsstück besitzt eigentlich eine lange Geschichte. Diese hat jedoch nur noch sehr wenig mit dem gemeinsam, was wir heute unter einem Dirndl verstehen. Der Begriff  stammt ursprünglich aus dem bayerischen und bezeichnet dort ein junges Mädchen. Früher stand der Begriff vor allem für Dienstboten und Mägde. Diese trugen eine bestimmte Kleidung, das so genannte Dirndlgewand. Dieser Begriff wurde im Laufe der Zeit abgekürzt und ebenfalls durch das Wort Dirndl ersetzt. Diese Kleidung ließ sich an Hand bestimmter Merkmale auch eindeutig einer Region zuordnen.

Was als Dienstbotentracht begann setzte sich in der Zeit zwischen 1870 und 1880 auch in der Oberschicht durch, wo das Dirndlgewand von da an vor allem in der Ferienzeit gerne als modernes Kleid, angepasst an die jeweilige Urlaubsregion und die dort übliche Trachtenmode, getragen wurde. Die heutigen Dirndlkleider haben jedoch kaum noch etwas mit diesen Modellen gemeinsam. Abgeleitet aus der damaligen Damenmode entstand ein Kleid, das  immer ein eng anliegendes Oberteil besteht, an welchem ein weiter Rock angenäht ist. Eine Schürze rundet das Outfit ab. Selbst die Länge des Rockes und die Stoffe, aus denen die Kleider gefertigt werden variieren inzwischen stark und passen sich den jeweils aktuellen Modetrends an. Das heutige Dirndl hat somit mit der ursprünglichen, regional unterschiedlichen Trachtenmode nichts mehr gemeinsam.

Nicht verwechselt werden sollte das Dirndl jedoch mit der so genannten Landhausmode, welche immer aus Leinen, oft kombiniert mir Leder, gefertigt wird und vor allem in Grau- und Beigetönen gehalten ist.

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Eingetragen am: Montag, 08. März 2010 | Kategorie: Damenmode.